Yachtcharter Balearen

Cosmos Yachting GmbH » Yachtcharter Balearen
Yachtcharter Balearen2019-03-22T15:49:36+00:00

Yachtcharter Balearen

Die Balearen sind so ganz anders, als sie in der Öffentlichkeit dargestellt werden. Ballermann und Badeschaum-Orgien mag es auf Mallorca geben, doch schon in Palmas Altstadt ist davon nichts mehr zu spüren. In den Cafés wird noch das auf Mallorca übliche Idiom des Katalanischen gesprochen, während die Messen in der Kathedrale ‚La Seu‘ in reinstem Kastilisch gelesen werden. An der Ostküste bieten sich Mallorcas viele Buchten (Calas) an, sodass jedem Segler die Entscheidung, in welcher er den Anker fallen lässt, schwer fallen wird.

Wenn man Pech hat, vermiest einem der Schirokko die Entscheidung. Doch selbst dann bieten sich noch genügend sichere Häfen an. Dem kann man sich am Cap Formentor nicht immer entziehen. Schon gar nicht, wenn an dieser exponierten Stelle der Strom gegen einen frischen Mistral oder Tramontana aus nördlichen Richtungen steht. Diese beiden Winde können Seglern so manche Nacht in der Cala de la Calobra verleiden. Aber selbst wer auf die schönste Bucht an der Westküste verzichten muss, kann sich später in einem der vielen sicherem Häfen trösten lassen.

Wissenswertes Yachtcharter Balearen

Klima: Mediterran. Im Sommer oft sehr heiß, bei Schirokko unerträglich schwül.
Wind: Mit Mistral und Tramontana aus Nord bis Nordwest muss das ganze Jahr über gerechnet werden. Schirokko aus Südost und oder Südwest tritt häufig im Juni und Juli auf. Oft sorgt ein stabiles Hoch im Sommer für Flautentage, ab Mitte August schlagen bereits die ersten Tiefdruckgebiete aus dem Norden durch.
Navigation: Terrestrisch. GPS und Plotter sind eine gute Hilfe beim Umschiffen von Klippen und Aufspüren von verborgenen Hafeneinfahrten.
Gezeiten & Strom: Trotz eines geringen Tidenhubes können Gezeiten- und Oberflächenstrom für Turbulenzen sorgen.
Beste Reisezeit: Juni bis September.
Kleidung: Im Sommer leichte Bekleidung. In Vor- und Nachsaison Pullover und leichtes Ölzeug.
Papiere: Gültiger Personalausweis oder Reisepass.
Führerscheine: Sportbootführerschein See.
Anreise: Am besten per Flug. Das beliebte Charterrevier der Balearen wird von vielen Flughäfen Deutschlands angeflogen.
Einreise & Zoll: EU- und Schengenland.

Nützliche nautische Tipps für Yachtcharter Balearen

Bojenfelder: In zahlreichen Buchten der Balearen, wurden Bojenfelder zum Schutz des Seegrases Posidonia angelegt. Derzeitiger Stand ist, dass die benötigte Boje über eine Website im Internet reserviert und per Kreditkarte bezahlt werden muss. Nach letzter Information, liegen die Preise zwischen € 20,- und € 40,-.

Permit für Cabrera: Auch für das Naturschutzgebiet der Insel Cabrera, muss vorab reserviert werden. Da dies über die Website sehr kompliziert ist, empfiehlt es sich, die Reservierung durch die Charterfirma vornehmen zu lassen.

Windverhältnisse:

Tramuntana: So wird auf den Balearen der aus dem Rhonetal fauchende Mistral genannt. Er trifft voll auf die Nordküste Menorcas und kann dort Segler oft Tage im Hafen festhalten. Selten erreicht er in den Sommermonaten seine volle Stärke.
Gregal: Bei dem aus NE meist kühl und mit abnehmender Stärke wehenden Rückseitenwind einer Front, klart sich der Himmel auf und man kann für einige Tage mit gutem Wetter rechnen.
Llevant: Für diesen Ostwind ist meist ein im Süden der Balearen durchziehendes oder stationäres Tief verantwortlich. Er frischt meist böig auf und bringt nicht selten Regen. Ist sein Motor ein kräftiges Hoch über Mitteleuropa, sorgt er für blauen Himmel und eine schöne Segelbrise.
Xaloc: Hinter diesem Inselidiom verbirgt sich der überall sonst als Schirokko bekannte Südostwind. Schwül und feucht, kann er in Böen Sturmstärke erreichen und Seglern all die schönen Calas an Mallorcas Südost- und Menorcas Südküste vermiesen.

Migjorn: Dieser Südwind sollte nicht mit der im Sommer häufigen Thermik verwechselt werden. Er kann sowohl Vorbote einer tief herein ziehenden Front als auch eines im zentralen Mittelmeer stationären Hochs sein.

Liebeig: Wenn dieser Südwestwind einsetzt, sollte man immer den westlichen Horizont im Auge behalten. Trübt sich der ein, kündigt er eine vom Westen heranziehende Front an. Buchten an der Süd- und Westküste Ibizas und Mallorcas sind dann nicht mehr sicher.

Ponent: Kann beim Durchzug einer Front Sturmstärke erreichen, bevor er auf NW umspringt. Die Ankerplätze an den West- und Nordwestküsten der Inseln können dann zu gefährlichen Fallen werden.

Mestral: Ist das von den Pyrenäen herab streichende Gegenstück zum Tramuntana. Er bringt meist gutes Wetter aber auch so viel Wind, dass die Ankerplätze an den West- und nordwestlichen Küsten der Inseln nicht mehr sicher sind. Schlechte Karten hat, wer dann Kap Formentor von Ost nach West runden will.

Sehenswertes für Yachtcharter Balearen

Mallorca: Jenseits vom Ballermann

Ballermann und Badeschaumorgien mag es auf Mallorca ja geben, doch schon in Palmas Altstadt ist davon nichts mehr zu merken. In ihren Cafés wird noch das auf Mallorca übliche Idiom des Katalanischen gesprochen, während die Messen in der Kathedrale „La Seu“ in reinstem Kastellan gelesen werden. Egal ob gläubig oder nicht: Von diesem hochgotischen Traum sollte man sich vor jedem Törn verabschieden und sich von ihm nach der Rückkehr, so wie einst die alten Seefahrer, wieder in seinen Bann ziehen lassen. Dazwischen bieten sich an der Ostküste Mallorcas so viele Calas an, dass jedem Segler die Entscheidung, in welcher er den Anker fallen lässt, schwerfallen wird. Wenn man Pech hat, vermiest einem der Schirokko die Entscheidung. Doch selbst dann, bieten sich noch genügend sichere Häfen an, um keinen Stress aufkommen zu lassen.

Dem kann man sich am Kap Formentor nicht immer entziehen. Schon gar nicht, wenn an dieser exponierten Stelle der Strom gegen einen frischen Mestral oder Tramuntana steht. Diese beiden Winde können Seglern auch eine Nacht in der Cala de la Calobra verleiden. Aber selbst wer auf die schönste Bucht an der Westküste verzichten muss, kann sich später von Sollers sicherem Hafen trösten lassen. Zurück in Palma, sollten selbst eingefleischte Segler in einen Mietwagen umsteigen. Nur so können sie von den Bergen der Serra de Tramuntana aus, ihren Törn aus der Vogelperspektive nachvollziehen und auf dem Rückweg ein altes und von den All-Inclusive-Gästen meist vergessenes Mallorca kennen lernen.

Menorca:  Mallorcas kleine Schwester

Wie konnte Menorca, das so ganz anders ist als ihre Schwesterinseln, nur so lange ein Geheimtipp bleiben? Vielleicht weil viele in ihr bloß ein Anhängsel sahen, das sie mal so nebenbei mitnahmen. Selbst als in Mahón schon Charterboote angeboten wurden, fragte sich noch mancher, wie er auf einer Insel, die er stressfrei in zwei Tagen umrunden könnte, eine Woche unter Segeln verbringen soll. Erst beim Versuch dämmerte es so manchem, dass es sich in den Calas der Südküste allein schon lohnen würde, eine Woche zu verbummeln, um schließlich eine zweite in den Häfen an der Nordküste anzuhängen. Gar nicht zu reden von den beiden, an den Enden ihrer fjordartigen Häfen liegenden Städte Mahón und Ciutadella. Beides wahre Perlen, von denen die eine ihr britisches Flair nicht abgestreift hat, während die andere sich ganz Spanisch gibt. Dass sich „die Kleine“ auch seemännisch mit ihrer Schwester messen kann, wird jeder bestätigen, der in einem Hafen an der Nordküste vom Tramuntana eingeweht oder von diesem, aus dem Rhonetal herunter stürmenden Wind, vom Ankerplatz gescheucht wurde. Ähnliche Erlebnisse kann der Schirokko in den Calas an der Südküste vermitteln. Daher sei jedem, der Menorca umrunden will, ins Logbuch geschrieben, dass die Frage, ob er im oder gegen den Uhrzeigersinn segelt, nicht er sondern einzig und allein der Wind trifft.

Ibiza: Partyinsel und Seglerparadies

Partyinsel, Weltkulturerbe der Menschheit, Disco-Hauptstadt des Mittelmeeres. All diese Beinamen trägt Ibiza zu Recht. Würde man dem noch „Trauminsel der Segler“ hinzu fügen, wäre dies nur billig.

Wer sein Schiff in San Antonio übernimmt, wird davon allerdings wenig merken. Zu sehr wird der einstige „Portus Magnus“ der Römer heute von Briten geprägt, die durchaus nicht deren „upper class“ angehören.

Es lohnt sich, dem schrillen Geschehen und dem durch die Kneipen wehenden Whiskeydunst schnell das Heck zu kehren und die Segel erst querab der Cala Binirrás wieder zu bergen. Aber nur, wenn der Wind mitspielt!

Vermiest einem ein Mestral die schönste Bucht an der Westküste, muss man sich mit der nächsten und zweitschönsten begnügen: Der Cala Portinatx. Noch ein ruhiger Ankerplatz, sei es auf der Tagomago-Insel oder in der Bucht von Santa Eulalia, dann ist man reif für Ibiza Stadt und ihre Herausforderungen.

Das Schöne daran ist: Man kann alles, muss aber nichts. Nur dem Trubel in der Altstadt kann man sich auf Dauer nicht entziehen. Aber erholen kann man sich davon. Am besten in den Buchten Formenteras.

Mindestens eine davon bietet immer Schutz vor dem Wind, sei es nun ein Mestral oder Xaloc, der Tramuntana, der aus Nord weht oder der Südwind Mitjorn. Selten muss man sich die Bucht mit anderen Yachten teilen.

Immer überlaufen ist hingegen der Puerto del Espalmador. Früher galt er als Geheimtipp.

Doch als er immer berühmter wurde, büßte er viel von seinem Flair ein. Nur der Blick auf den Felszahn der Insel Vedra ist von dort noch so, wie er auch einst schon war.